Maya Farner

«Das Leben ist nur dann wirklich, wenn ich bin.» So der Philosoph Gurdjieff. Für Maya müsste der Satz heissen: «Wenn ich es tanze.» Sie liess sich zur orientalischen Tänzerin ausbilden und befasst sich neben der orientalischen Tanztechnik mit Ballett und zeitgenössischem Tanz. In Ägypten und der Türkei ging sie bei drehenden Derwischen zur Schule. Auch in ihrem Studium stand der Tanz im Mittelpunkt. Zunächst studierte sie vergleichende Religions- wissenschaft in Zürich und setzte sich vor allem mit unterschiedlichen Traditionen des Trancetanzes auseinander. Später absolvierte sie den Master of Advanced Studies in TanzKultur an der Universität Bern.

Ihre eigenen Bühnenstücke sowie die Inszenierungen mit den Tänzerinnen ihrer Schule sind geprägt von einer zeitge- nössischen Sprache des Orientalischen Tanzes. Maya schöpft aus dem Reichtum unterschiedlicher Kulturen. Den Tanz erlebt sie als eine verbindende Kraft zwischen verschiedenen Welten. Die Bewegung als Möglichkeit, dem Einzelnen und der Gruppe neue Räume zu öffnen. 

Ob sich der Tanz in einer klaren Formensprache zeigt, als freier kreativer Ausdruck oder in meditativer Verinnerlichung: Stets lädt er ein zum Da-Sein.